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Marktschorgast im Fichtelgebirge

Herzlich willkommen im schönen Marktschorgast im Fichtelgebirge
Marktschorgast ist eine Marktgemeinde mit ca. 1600 Einwohnern im Landkreis Kulmbach in Oberfranken.
Marktschorgast liegt am Rande des Fichtelgebirges in einer reizvollen Landschaft mit sanften Hügeln und Tälern. Das Landschaftsbild wird nicht von den düsteren Fichtenwäldern geprägt, die für das Fichtelgebirges so typisch sind, aber auch nicht von klinisch flurbereinigten Kulturlandschaften; es ist aufgelockerte Mischung von beidem - gerade die richtige Mischung, wie wir Einheimischen finden.
Die vielen Bäche der Gegend (auch die Schorgast, die dem Ort den Namen gegeben hat) bilden das Quellgebiet des Mains. Reich an Wasser ist diese Gegend: Ein guter Teil der Trinkwasserquellen, aus denen das berühmte Kulmbacher Bier gebraut wird, liegt auf Marktschorgaster Gemeindegebiet.
Unter Eisenbahnfreunden ist Marktschorgast bekannt als das obere Ende der steilsten Eisenbahntrasse Europas ohne Zahnradbetrieb: Die Schiefe Ebene zwischen Neuenmarkt und Marktschorgast. Zu Dampflokzeiten wurde in Neuenmarkt immer eine zweite Lok an Züge angekuppelt, die diese 5 km lange Steilstrecke überwinden mußten - anders hätte man die Steigung nicht bewältigen können.
Seit einigen Jahren haben Eisenbahnfreunde in Verbindung mit dem Deutschen Dampflokmuseum in Neuenmarkt diese Tradition wiederbelebt: Von Anfang Mai bis Ende September wird diese historische Eisenbahnstrecke an Sonn- und Feiertagen mit Museumszügen mit Dampfbetrieb befahren.
Unbestritten die größte Attraktion in Marktschorgast ist der Goldbergsee - ein Anziehungspunkt für Besucher aus nah und fern.
Marktschorgast ist eine sehr alte Siedlung; der Ortskern um den Marktplatz und die knapp 900 Jahre alte Wehrkirche sind aus dem Mittelalter erhalten geblieben - und haben glücklicherweise auch den zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden. Man darf hier allerdings keine mittelalterlichen Fachwerkhäuser erwarten; der Baustil war hier wohl ein anderer.
Historisch gehört Marktschorgast seit Jahrhunderten zum Bistum Bamberg und bildet damit in der größtenteils protestantischen Umgebung eine katholische Insel. Die politischen Verhältnisse in der Gegend waren seit dem Mittelalter eher wirr und unbeständig; die Herrschaft wechselte in den Nachbarorten oft zwischen den Markgrafen von Kulmbach und später den preußischen Markgrafen von Ansbach-Bayreuth, dem Bistum Bamberg und bei manchen Orten der Umgebung auch der freien Reichsstadt Nürnberg. Mit der Herrschaft wechselte auch zwangsweise die Religion.
Nur Marktschorgast stand immer wie ein Fels in der Brandung - es gehörte einfach immer zum Bistum Bamberg. Erst am Ende des zweiten Weltkriegs kam mit den Kriegsflüchtlingen auch eine nennenswerte Anzahl Protestanten nach Marktschorgast.
Im Mittelalter hatte Marktschorgast auch lange Zeit das Stadtrecht und die Blut- und Halsgerichtsbarkeit - der Galgenberg war der Goldberg.
Verwaltungstechnisch gehört Oberfranken zu Bayern: Franken wurde von Napoleon 1806-1809 häppchenweise an Bayern verschachert. Bei dieser Gelegenheit wurde auch Bayern vom Kurfürstentum zum Königreich. Als Gegenleistung verbündete sich Bayern mit Frankreich gegen die damaligen Weltmächte Österreich und Preußen.
Nach einem langen Dornröschenschlaf im Zonenrandgebiet von 1945-1989 (im Dreiländereck Bundesrepublik / DDR / CSSR) fand sich Marktschorgast nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs mittendrin im vereinten Europa - an einer der nunmehr wichtigsten Verkehrsadern, der Autobahn A9 Berlin - Nürnberg - München, und in der Nähe der B303 von Prag über das tschechische Eger nach Franken. Oberfranken wurde so vom Ende der Welt zur Transitzone für Osteuropa - mit allem, was dazugehört.
An einem ist die Region wirklich reich: An Wind. Das war Grund genug für einige neugegründete Betreibergesellschaften in der Gegend, etliche Windkraftanlagen zu bauen. Alleine auf den Hügeln um Marktschorgast herum stehen mittlerweile 6 Windräder in 3 Anlagen (3 direkt an der Autobahn bei Wasserknoden, 2 bei Falls, eines bei Sessenreuth). In der weiteren Umgebung finden sich noch mehr davon, so z.B. am Autobahndreieck Bayreuth - Kulmbach sowie bei Münchberg.
So ist Marktschorgast inzwischen auch aus der Luft sehr gut zu erkennen: Es ist der Talkessel mit den vielen Windrädern außenherum.
Anschrift:
Verkehrsamt Marktschorgast
Marktplatz 17
D-95509 Marktschorgast
Telefon: 09227/94300
Fax: 09227/943050
Information-Marktschorgast(at)Fichtelgebirge.Bayern-online.de
Texte und Fotos mit freundlicher Genehmigung von:
http://www.wasserwacht-marktschorgast.de/