14.04.2008

von B°

125-Jahre Groß-Loge Bayern

Dieses 125-jährige Gründungsfest wird im Rahmen der von der Wallenstein-Loge in Marktredwitz jährlich für alle Mitglieder des Deutschen Druiden-Ordens durchgeführten Fichtelgebirgstage in festlichem Rahmen gefeiert.

125-Jahre Groß-Loge Bayern im Deutschen Druiden-Orden VAOD e.V.

Die Druiden-Orden sind Logenvereinigungen, die ihren Ursprung in England haben. Dort wurde 1781 in London unter der Begriffsorientierung „Druiden-Orden“ die erste Loge gegründet. Der Name „Druiden“ wurde gewählt, weil diese im keltischen  Staatssystem Förderer der geistigen und kulturel-len Entwicklung waren.

Die Entstehung des Deutschen Druiden-Ordens - VAOD - (Vereinigter Alter Orden der Druiden) er-folgte 1872 mit der Gründung der Dodona-Loge in Berlin. Heute bestehen Druiden-Orden außer in England und Deutschland in Australien, Neuseeland, Dänemark, Norwegen, Island, Schweden, der Schweiz und den USA.

Diese nationalen Druiden-Orden sind seit 1908 in der „International Grand Lodge of Druidism – IGLD“ zusammengeschlossen. Deren 100-jähriges Jubiläum wird vom 10.-17. August  dieses Jahres in München im Rahmen des XXVI. Weltkonkresses der IGLD gefeiert.

Derzeit gibt es in Deutschland 60 Druiden-Logen. Sie arbeiten überwiegend als eingetragene Vereine autonom. Sie haben sich in Landesverbänden zu Groß-Logen zusammengeschlossen, die wiederum ein Zentralorgan, das Präsidium, wählen. In diesem Zusammenhang wurde die Groß-Loge Bayern im April 1888 gegründet.

Dieses 125-jährige Gründungsfest wird im Rahmen der von der Wallenstein-Loge in Marktredwitz jährlich für alle Mitglieder des Deutschen Druiden-Ordens durchgeführten Fichtelgebirgstage in festlichem Rahmen vom 11. – 13. Juli 2008 gefeiert.

Vorgesehen sind dabei der Besuch des Rusticals „Der Watzmann ruft“  in der schönsten Natur-Freilichtbühne Deutschlands, der Luisenburg bei Wunsiedel;  ein festlicher Abend, eine offene Loge, an der auch die Damen der Ordensmitglieder  sowie Gäste teilnehmen werden und bei der auch eine Spendenübergabe an die Stiftung „Junges Fichtelgebirge“, initiiert von der Volks- und Raiffeisenbank Marktredwitz eG, erfolgen wird.
Außer dem Theaterbesuch finden alle Veranstaltungen im Golf-Hotel Tröstau/Fahrenbach statt.

Die Oberbürgermeisterin von Marktredwitz, Frau Dr. Birgit Seelbinder, und der 1. Bürgermeister der Stadt Wunsiedel, Herr Karl-Willi Beck, sowie der Vorstandsvorsitzende der Stiftung „Junges Fichtel-gebirge“, Herr Johannes Herzog, sind ebenfalls zur Veranstaltung eingeladen.

In der ehemaligen DDR waren Logenbünde, wie in allen totalitären Systemen, verboten. Nach der Wiedervereinigung wurde dort mit der Gründung neuer Logen bzw. der Wiedergründung ehemaliger Logen begonnen. So gibt es heute wieder zwei Logen, die Elbtal-Loge in Dresden und die Loge Zur Hoffnung in Guben.

In den Logen werden ethische Grundsätze gepflegt. Die Ideale der Logenmitglieder heißen Freund-schaft und Brüderlichkeit, Fairness und Toleranz. Dazu gehören die Hinwendung zu Kultur, Wissen-schaft und Schöngeistigem sowie das allgemeine und persönliche Eintreten für Frieden und Freund-schaft unter den Völkern.

Im Sinn dieser Aufgaben liegt auch die jährliche Verleihung eines „Ehrenpreises des Deutschen Drui-den-Ordens“ an Menschen, die sich in besonderer Weise auf den Gebieten der Humanität, der Wissen-schaft und/oder durch besonderen staatsbürgerlichen Einsatz verdient gemacht haben.

Auf Grund seines humanitären und caritativen Engagements stellt der Orden über seine Stiftung DRUIDEN-HILFE e.V. außerdem jährlich ca. EUR 50.000,-- für wohltätige Zecke zur Verfügung. Damit stellt diese Vereinigung auch eine Hilfsorganisation dar, die in dieser Beziehung eine bedeuten-de Vergangenheit hat und die auch künftig wichtig sein wird. Denn es waren vor allem soziale Grün-de, die vor mehr als 200 Jahren in England zur Entstehung von Druiden-Logen führten. Gleichzeitig suchten viele bildungsinteressierte Bürger im „Jahrhundert der Aufklärung“ nach Möglichkeiten eines freien – auch politischen – Meinungsaustausches.

Die Entstehung von Logen als reine Männerbünde ist nur aus der Zeitgeschichte zu verstehen. Der Ausschluss von Frauen blieb aus Traditionsgründen bis in die gegenwärtige Zeit erhalten.
Heute unterstützt der Deutsche Druiden-Orden in Deutschland die Errichtung selbständiger Frauen-Logen.

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